Symbolische Handlungen für eine Trauerfeier, die zu diesem Menschen passt.
Eine Handlung heilt keinen Verlust. Aber sie kann den Händen etwas zu tun geben, wenn der Kopf nicht mehr weiterweiß.
Wenn ihr dieses Buch in der Hand haltet, ist wahrscheinlich gerade jemand gestorben.
Vielleicht vor drei Tagen.
Vielleicht vor zwei Wochen.
Vielleicht wisst ihr noch nicht einmal, welcher Wochentag heute ist.
Und jetzt soll eine Feier geplant werden.
Jemand hat gefragt, ob ihr euch etwas vorstellen könnt. Ob es etwas Persönliches geben soll. Ein Ritual. Etwas mit Kerzen, mit Blumen, mit einem Gegenstand.
Ich sage euch gleich am Anfang das Wichtigste: Ihr müsst nichts.
Eine Trauerfeier ist vollständig, wenn jemand spricht, wenn Musik läuft und wenn Menschen zusammen in einem Raum sitzen. Alles, was in diesem Buch steht, ist ein Angebot. Kein Programm, das abgearbeitet werden muss.
Lest nur, was ihr gerade lesen könnt. Der Rest wartet.
Zwischen Tod und Trauerfeier liegen oft nur ein oder zwei Wochen. Deshalb gibt es hier keine Fragebögen und keine Methode mit Schritten. Es gibt eigentlich nur eine Frage.
Und was sie nicht leisten muss. Tragen, nicht überwältigen. Und warum eine Feier ohne Handlung vollständig ist.
Eine einzige Frage: Was fällt euch als Erstes ein, wenn ihr an sie denkt? Und warum niemand nach vorne muss.
Echte Trauerfeiern aus meiner Arbeit. Nicht zum Nachmachen. Damit ihr seht, wie verschieden es aussehen darf.
Wer sitzen bleibt, nimmt genauso teil. Es ist völlig in Ordnung, mit leeren Händen zu gehen.
Die meisten Abschiede im Buch habe ich selbst begleitet. Drei davon, ganz kurz. Die anderen erzählt das Buch.
Alles war längst da. Wir haben nur entschieden, was damit an diesem Tag geschieht.
Es reicht, dass ihr da seid.