Wenn es nichts zu beerdigen gibt
So klein. So ganz. · Eine Trauerfeier für dein Sternenkind
99 Seiten · sofort als PDF bei dir
Die erste Seite
So beginnt das Buch. Nicht mit einer Erklärung. Mit dem, was gefehlt hat.
Keinen Termin, zu dem jemand gekommen wäre. Keinen Bestatter, der angerufen hat. Keine Blumen, keine Karte.
Es gab dich. Einen Körper, der etwas wusste, bevor der Kopf es verstand.
Und dann einen gewöhnlichen Tag, an dem die Welt weiterging, als wäre nichts geschehen.
Dieses Buch ist der Ort, den es nicht gab.
Ich weiß nicht, wo du gerade stehst. Aber ich weiß, dass du etwas verloren hast. Und das wollen wir ehren.
Der Bogen
Die Tür schließen. Eine Kerze, die du für dieses Kind gekauft hast. Vor der Flamme war Alltag. Nach der Flamme ist Zeremonie.
Laut aussprechen, was war. Und, wenn du magst, ein Name. Ein Name macht aus es ein du.
Die Wochen erzählen, die es bei dir war. Der Brief an dein Kind — die Rede, die niemand sonst für es halten wird.
Nicht loslassen. Einen Ort wählen, an dem dein Kind bleiben darf, ohne dass du es jeden Tag tragen musst.
Der Satz für die Tür. Der errechnete Termin im Kalender. Die Erlaubnis, wiederzukommen.
Wer das schreibt
Ich bin Daria Pfeiffer, Freie Rednerin in Duisburg und NRW. Ich stehe an Gräbern und vor Brautpaaren. Und ich habe selbst ein Kind verloren, sehr früh — die Schwangerschaft war überraschend, ihr Verlust auch. Bevor ich verstanden hatte, was geschah, war es vorbei.
Es gab kein Grab. Es gab niemanden, der kam. Es gab nichts, was man hätte tun können — außer weitermachen. Also habe ich weitergemacht. Dieses Buch ist das, was ich damals gebraucht hätte.
Für wen
Für die, denen man sagt:
Es war doch noch so früh.
Für Frauen, die ihr Kind verloren haben, bevor es etwas zu beerdigen gab. Für den Menschen an ihrer Seite, der auch verloren hat und den niemand fragt. Für Familien, die mitgehofft haben. Und für Frauen, die sich für das Ende entschieden haben — auch das ist ein Abschied, und auch er bekommt im Buch seinen eigenen Teil.
Kein Glaube nötig. Keine Erlaubnis. Keine Rednerin — nicht einmal ich.
Was im Buch steht
Eine Feier mit einem einzigen Gast. Kerze, Brief, ein Ort — und Sätze, die du ablesen darfst.
Drei Kerzen, zwei Briefe, ein Umschlag. Für zwei Menschen, die dasselbe verloren haben und nicht gleich trauern.
Das Licht der Gäste. Mit Worten für Großeltern — und für Kinder, die fragen, ob Geburtstag ist.
Ein eigener Teil für den gewählten Abschied. Ohne Urteil. Mit zwei Sätzen, die reichen.
Tag, Ort, Licht, Name, Gegenstand, Brief, Wort, Zeuge. Was du brauchst — und was nicht.
Der errechnete Termin. Der Jahrestag. Wenn ein weiteres Kind kommt. Und Seiten, die dir gehören.
Ein Geschenk · ohne Anmeldung
Drei Seiten aus dem Buch. Nicht für dich — für die Menschen um dich herum. Deine Mutter, deine Freundin, die Kollegin, die es gut meint und den Satz nicht findet. Schick es ihnen. Dafür ist es da.
Keine E-Mail. Kein Formular. Es gehört dir sofort. · Seite 1 als Bild fürs Handy
So klein. So ganz. · Eine Trauerfeier für dein Sternenkind
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