So klein. So ganz. · Für dein Sternenkind
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Wortmalerei

Wenn es nichts zu beerdigen gibt

Es war klein.
Die Liebe war es nicht.

So klein. So ganz. · Eine Trauerfeier für dein Sternenkind

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99 Seiten · sofort als PDF bei dir

Die erste Seite

Es gab kein Grab.

So beginnt das Buch. Nicht mit einer Erklärung. Mit dem, was gefehlt hat.

Eins

Keinen Termin, zu dem jemand gekommen wäre. Keinen Bestatter, der angerufen hat. Keine Blumen, keine Karte.

Zwei

Es gab dich. Einen Körper, der etwas wusste, bevor der Kopf es verstand.

Drei

Und dann einen gewöhnlichen Tag, an dem die Welt weiterging, als wäre nichts geschehen.

Vier

Dieses Buch ist der Ort, den es nicht gab.

Ich weiß nicht, wo du gerade stehst. Aber ich weiß, dass du etwas verloren hast. Und das wollen wir ehren.

Der Bogen

Fünf Schritte.
Jede Feier im Buch geht diesen Weg.

1

Ankommen

Die Tür schließen. Eine Kerze, die du für dieses Kind gekauft hast. Vor der Flamme war Alltag. Nach der Flamme ist Zeremonie.

2

Benennen

Laut aussprechen, was war. Und, wenn du magst, ein Name. Ein Name macht aus es ein du.

3

Halten

Die Wochen erzählen, die es bei dir war. Der Brief an dein Kind — die Rede, die niemand sonst für es halten wird.

4

Übergeben

Nicht loslassen. Einen Ort wählen, an dem dein Kind bleiben darf, ohne dass du es jeden Tag tragen musst.

5

Weitertragen

Der Satz für die Tür. Der errechnete Termin im Kalender. Die Erlaubnis, wiederzukommen.

Daria Pfeiffer, Freie Rednerin

Wer das schreibt

Ich bin Daria Pfeiffer, Freie Rednerin in Duisburg und NRW. Ich stehe an Gräbern und vor Brautpaaren. Und ich habe selbst ein Kind verloren, sehr früh — die Schwangerschaft war überraschend, ihr Verlust auch. Bevor ich verstanden hatte, was geschah, war es vorbei.

Es gab kein Grab. Es gab niemanden, der kam. Es gab nichts, was man hätte tun können — außer weitermachen. Also habe ich weitergemacht. Dieses Buch ist das, was ich damals gebraucht hätte.

Für wen

Für die, denen man sagt:
Es war doch noch so früh.

Für Frauen, die ihr Kind verloren haben, bevor es etwas zu beerdigen gab. Für den Menschen an ihrer Seite, der auch verloren hat und den niemand fragt. Für Familien, die mitgehofft haben. Und für Frauen, die sich für das Ende entschieden haben — auch das ist ein Abschied, und auch er bekommt im Buch seinen eigenen Teil.

Kein Glaube nötig. Keine Erlaubnis. Keine Rednerin — nicht einmal ich.

Was im Buch steht

Drei Feiern, ausgeschrieben.
Satz für Satz.

01

Ganz für dich allein

Eine Feier mit einem einzigen Gast. Kerze, Brief, ein Ort — und Sätze, die du ablesen darfst.

02

Zu zweit

Drei Kerzen, zwei Briefe, ein Umschlag. Für zwei Menschen, die dasselbe verloren haben und nicht gleich trauern.

03

Mit der Familie

Das Licht der Gäste. Mit Worten für Großeltern — und für Kinder, die fragen, ob Geburtstag ist.

04

Wenn du entschieden hast

Ein eigener Teil für den gewählten Abschied. Ohne Urteil. Mit zwei Sätzen, die reichen.

05

Die Bausteine

Tag, Ort, Licht, Name, Gegenstand, Brief, Wort, Zeuge. Was du brauchst — und was nicht.

06

Danach

Der errechnete Termin. Der Jahrestag. Wenn ein weiteres Kind kommt. Und Seiten, die dir gehören.

Cover: So klein. So ganz. — Eine Trauerfeier für dein Sternenkind
Das Cover
Drei Innenseiten aus dem Buch
Innenseiten

Ein Geschenk · ohne Anmeldung

Für die, die nicht wissen,
was sie sagen sollen.

Drei Seiten aus dem Buch. Nicht für dich — für die Menschen um dich herum. Deine Mutter, deine Freundin, die Kollegin, die es gut meint und den Satz nicht findet. Schick es ihnen. Dafür ist es da.

Keine E-Mail. Kein Formular. Es gehört dir sofort. · Seite 1 als Bild fürs Handy

Niemand war dabei.
Deshalb warst du es.

So klein. So ganz. · Eine Trauerfeier für dein Sternenkind

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