Anfänge

Ich finde freie Trauungen besser als kirchliche.

Ja. Ich hab's gesagt. Und ich hoffe, ich komme trotzdem noch in den Himmel.

Daria Pfeiffer spricht bei einer freien Trauung, hinter ihr wischt sich die Braut eine Träne aus dem Gesicht
Eine Geschichte, die ich über niemanden außer euch erzählen könnte
Anfänge 27. November 2026 · 2 Minuten

Ich finde freie Trauungen besser als kirchliche. Ja. Ich hab's gesagt. Und ich hoffe, ich komme trotzdem noch in den Himmel.

Nichts gegen Kirche

Denn ich habe nichts gegen Kirche. Eine kirchliche Trauung kann wunderschön und zutiefst berührend sein.

Es gibt großartige Pfarrerinnen und Pfarrer, sehr persönliche kirchliche Trauungen und Menschen, für die gerade der Glaube das Herz ihrer Hochzeit ist. Dann kann Kirche genau der richtige Ort sein.

Aber sie hat einen anderen Auftrag.

Der andere Auftrag

In der Kirche geht es um euren Glauben. Um euren Segen. Um euer Ja vor Gott. Nicht ausschließlich um eure Geschichte.

Und das muss Kirche auch gar nicht leisten. Denn genau da beginnt für mich die freie trauung.

Mich interessiert: Wer seid ihr eigentlich? Warum dieser Mensch? Warum nach all den Jahren noch immer? Was macht euch zu euch?

Eine freie Trauung darf sich komplett um euch drehen. Nicht um eine vorgegebene Form. Nicht darum, wie eine Hochzeit „richtig“ abläuft. Sondern um eure Geschichte. Eure Sprache. Eure Essenz.

Und nein: Das macht eine freie Trauung nicht automatisch oberflächlicher. Vielleicht sogar im Gegenteil. Weil hier nichts passiert, was passieren muss, hat alles, was passiert, einen Grund.

Was ich dabei darf

Ich darf zuhören, bis ich verstanden habe, was euch ausmacht. Ich darf lachen lassen. Still werden. Eine Geschichte erzählen, die ich über niemanden außer euch erzählen könnte. Dinge einbauen, die in keinem Ablaufbuch stehen.

Kirche muss eure Liebesgeschichte nicht erzählen. Ich schon.

Daria Pfeiffer hält dem Bräutigam das Mikrofon, während er sein Eheversprechen aus einem kleinen Buch liest
Die Zeremonie entsteht um euch herum

Die eigentliche Frage

Ein Brautpaar geht Hand in Hand an einer weiß-blauen Kapelle von 1853 vorbei
Kein Gegeneinander. Eine Entscheidung · Foto: timoxmadi.photography

Vielleicht ist das am Ende gar kein „freie Trauung gegen Kirche“. Vielleicht ist es eine andere Frage: Wollt ihr euch als Paar der Zeremonie anpassen — oder darf die Zeremonie um euch herum entstehen?

Meine Antwort kennt ihr.

Ich möchte nicht, dass ihr nach eurer Trauung sagt: „Das war eine wunderschöne Zeremonie.“ Ich möchte, dass ihr euch anschaut und sagt: „Das waren einfach wir.“

Daria Pfeiffer
Daria Pfeiffer Freie Rednerin · Duisburg & NRW · über 100 Zeremonien

Ich begleite Menschen bei den Übergängen, die zählen. Ich schreibe keine Standardreden — ich suche die Essenz eines Menschen und male sie in Worte. Meine Geschichte

Autorin von »In Zeremonie mit Dir«, »Eure Essenz« und »Wenn es Dich erwischt«.
Stilpunkte 2025 & 2026 · Zertifizierte Freie Rednerin (IHK Köln).

Häufige Fragen.

Anfänge
Was ist der Unterschied zwischen freier und kirchlicher Trauung?

Die kirchliche Trauung ist eine religiöse Handlung mit fester Liturgie — im Mittelpunkt stehen Glaube, Segen und das Ja vor Gott. Die freie Trauung hat keine Vorgaben und stellt das Paar in den Mittelpunkt: seine Geschichte, seine Sprache, seine Menschen.

Für wen passt eine kirchliche Trauung besser?

Für Paare, für die der Glaube das Herz ihrer Hochzeit ist und die sich ihr Ja genau dort wünschen — vor Gott, in der Form ihrer Gemeinde. Dann ist die Kirche der richtige Ort.

Ist eine freie Trauung weniger feierlich als eine kirchliche?

Nein. Sie ist anders feierlich: Weil nichts passieren muss, hat alles, was passiert, einen Grund. Tiefe entsteht dort nicht aus der Form, sondern aus der Geschichte des Paares.

Sprechen wir

Wenn ihr eine Zeremonie sucht,
die sich anfühlt wie ihr —
dann schreibt mir.

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