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DAS LEXIKON

Was ein Wort bedeutet —
und was es nicht bedeutet.

Lexikon 22 Begriffe

Jeder Eintrag sagt in wenigen Sätzen, was ein Begriff bedeutet — und wovon er sich unterscheidet. Die Abgrenzung ist meist das Nützlichere.

A Aussegnung Ein kurzer Abschied unmittelbar nach dem Tod, am Sterbeort. Ursprünglich kirchlich, heute auch frei gestaltet. Begriff B Beisetzung Der Vorgang, bei dem Sarg oder Urne in die Erde, das Wasser oder einen Wald übergeben werden. Nicht dasselbe wie die Trauerfeier. Begriff E Eheversprechen Der Text, den zwei Menschen einander in der Zeremonie sagen. Frei formuliert, meist vor der Traufrage gesprochen. Begriff F Freie Rednerin Eine Person, die Zeremonien schreibt und spricht, ohne kirchliches oder staatliches Amt. Der Beruf ist in Deutschland nicht geschützt. Begriff F Freie Taufe Umgangssprachlicher Name für das Kinderwillkommensfest. Keine Taufe im kirchlichen Sinn und ohne Aufnahme in eine Glaubensgemeinschaft. Begriff F Freie Trauung Eine Hochzeitszeremonie ohne Amt und ohne Kirche, gestaltet und gesprochen von einer freien Rednerin. Sie hat keine rechtliche Wirkung und folgt keiner Vorlage. Begriff H Handfasting Ein Ritual keltischen Ursprungs, bei dem die Hände des Paares mit Bändern verbunden werden. Von hier stammt die Redewendung vom Bund, den man knüpft. Begriff K Kinderwillkommensfest Eine freie Zeremonie, mit der ein Kind willkommen geheißen wird — ohne Konfession, ohne Sakrament, ohne Eintrag in ein Register. Begriff L Laudatio Eine Rede zu Ehren eines Menschen oder eines Anlasses, gehalten zu Lebzeiten. Jubiläum, Abschied aus dem Beruf, Ehrung. Begriff P Patenschaft ohne Kirche Eine ausgesprochene Zusage, für ein Kind da zu sein, ohne kirchliches Patenamt und ohne rechtliche Folge. Begriff R Ritual Eine Handlung, die sich wiederholt und dadurch Bedeutung trägt. Anders als eine symbolische Handlung ist ein Ritual nicht auf einen Tag begrenzt. Begriff S Sandzeremonie Ein Ritual, bei dem verschieden gefärbter Sand in ein gemeinsames Gefäß geschichtet wird. Das Ergebnis lässt sich nicht wieder trennen. Begriff S Symbolische Handlung Ein sichtbarer Vorgang in der Zeremonie, der etwas ausdrückt, das mit Worten allein nicht ankommt. Sandzeremonie, Handfasting, Baumpflanzung. Begriff T Tiertrauerfeier Ein gestalteter Abschied von einem Haustier. Kleiner Rahmen, ohne Vorschriften, meist am Lieblingsplatz. Begriff T Trauerbegleitung Begleitung von Menschen in der Zeit nach einem Verlust — durch ausgebildete Trauerbegleiter, Gruppen oder Beratungsstellen. Keine Therapie. Begriff T Trauerfeier Die Zusammenkunft zum Abschied von einem Verstorbenen, mit oder ohne Beisetzung, mit oder ohne Kirche. Begriff T Trauerrede Der gesprochene Teil einer Trauerfeier, in dem ein Mensch noch einmal sichtbar wird. Gehalten von Angehörigen oder einer Trauerrednerin. Begriff T Traufrage Die Frage nach dem Ja, an jede Person einzeln gestellt, kurz vor dem Ringtausch. Sie hat keine rechtliche Wirkung. Begriff T Trauzeugen Personen, die eine Eheschließung bezeugen. Beim Standesamt seit 1998 freiwillig, bei einer freien Trauung ohne rechtliche Funktion. Begriff V Vorgespräch Der Termin, aus dem eine Zeremonie entsteht. Zwei bis drei Stunden, ohne Fragebogen, vertraulich. Begriff Z Zeremonie Ein bewusst gestalteter Zeitraum, der einen Übergang hörbar und sichtbar macht. Nicht an einen Anlass und nicht an eine Religion gebunden. Begriff Ü Übergangsritual Eine Zeremonie, die einen Wechsel markiert, für den es keine gesellschaftliche Form gibt — Auszug, Trennung, Genesung, Berufsende. Begriff
Sprechen wir

Wenn ihr eine Zeremonie sucht,
die sich anfühlt wie ihr —
dann schreibt mir.

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